Benutzergruppen von der Jobprüfung ausschließen
iQ.Suite Tipps & Tricks für Lotus Notes Domino
Oftmals möchte man definierte Gruppen, OUs, Domänen oder auch
einzelne Benutzer von bestimmten Jobs nicht prüfen lassen. Ein gängiges
Beispiel ist der Einsatz von Whitelisten. Wichtiger als das Erkennen und
anschließende Blocken von Spam-E-Mails ist das Verhindern von
sogenannten False-Positives. Dies sind E-Mails, die fälschlicherweise
als Spam erkannt und aussortiert wurden.
Mithilfe des iQ.Suite
Regelwerkes können Sie einfach und schnell bekannte Absender ("die
Guten") von der Prüfung durch Ihren Anti-Spam-Job ausschließen.
Die folgende Vorgehensweise eignet sich für jede Art von Ausnahmeregelungen, unabhängig von Art oder Aufgabe der Jobs.
Unsere
Aufgabe besteht darin, einen Job (im Beispiel einen Anti-Spam-Job) so
zu konfigurieren, dass nur E-Mails bearbeitet werden, die aus dem
Internet kommen, mit Ausnahme bekannter, uns wohlgesinnter
Absenderdomänen. Die Bedingung, dass die E-Mails nur geprüft werden,
wenn sie aus dem Internet kommen, haben wir bereits realisiert. Nun
müssen wir noch die Ausnahmegruppe definieren.
Bestimmen Sie als
erstes, ob Sie den Absender oder den Empfänger als Ausnahme definieren
möchten. In unserem Beispiel wollen wir feststellen, ob der Absender mit
unseren Anforderungen ("die Guten" Sender) übereinstimmt. Diese
Bedingung wird über eine Mail-Adressregel geprüft, die später im Job als
Bearbeitungskriterium definiert wird.
Tipp: Kombinieren Sie nur in Ausnahmefällen Absender- und Empfängerbedingung in einer Regel!
1. Global - Mail-Regeln

Alle anderen Einstellungen können Sie so belassen, wie sie in der Regel per Default eingestellt sind.
Beispiel 1: Zwei externe SMTP-Senderdomänen

Beispiel 2: Eine Domino-Domäne

Beispiel 3: Eine Gruppe aus dem Domino-Adressbuch

Beispiel 4: Ein Zertifizierer

Beispiel 5: Eine Einzelperson aus dem Domino-Adressbuch

Beispiel 6: Eine Einzelperson im Internet

Beispiel 7: Eine Kombination

Im zweiten Schritt öffnen Sie den Job, für den Sie Ausnahmen definieren möchten, im Editiermodus. Der Job sieht ursprünglich wie folgt aus:

Unter dem Reiter "Basics" klicken Sie unter "Bearbeitung der Regeln" auf das Icon "Auswahl" (nur sichtbar im Editiermodus). Wählen Sie die eben erstellte Regel aus. Klicken Sie auf den Pfeil-nach-rechts-Button unter "negatives".

Das Ergebnis sieht wie folgt aus:

Klicken Sie auf "OK".
Speichern Sie die Änderung.

Die Bearbeitungskriterien für diesen Job lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Nach
spätestens 30 Sekunden startet der MailGrabber neu und der Job wird
zukünftig E-Mails nicht mehr bearbeiten/prüfen, die die Bedingungen, die
in der Regel definiert sind, erfüllen.
Sie können natürlich
mehrere Regeln - auch in Kombination positiv/negiert - einsetzen. Achten
Sie bitte hierbei darauf, dass Sie "Alle falsch" ausgewählt haben, um
zu erreichen, dass der Job nicht läuft, wenn die eine oder die andere
Bedingung unter den negierten Regeln zutrifft.
Warum Sie diese
Option wählen müssen, um das o. g. zu erreichen, was für ein riesiges
Potential hinter dem iQ.Suite Regelwerk steckt und wie Sie damit eine
E-Mail-Policy für Ihr Unternehmen aufbauen, erfahren Sie in unseren
Schulungen. Hier geht’s weiter.