Die Abwehr von Brute-Force-Attacken
iQ.Suite Tipps & Tricks für Lotus Notes Domino
Sehr häufig nutzen Spammer die Tatsache, dass in E-Mail-Adressnamen
bestimmte Zeichenfolgen und Namensbestandteile häufig vorkommen.
Ein
Beispiel: Der Nachname "Meier" ist in Deutschland ein häufiger Name.
Wenn der Spammer an Ihr Unternehmen Spam versendet, schickt er an
folgende, geratene Adressen:
Fritz.Meier@firma.de
Fritz-Meier@firma.de
Fritz_Meier@firma.de
usw.
Diese
Methode ist unter dem Namen "Brute-Force-Attacke" bekannt und heißt
direkt übersetzt: "Rohe Gewalt". Im Zusammenhang mit Spam bedeutet dies
die Zusendung von Massenmails an unbekannte Mailadressen, die nach dem
Zufallsprinzip erraten werden. Die Trefferquoten liegen dabei
erstaunlich gut, mindestens bei 10 %. Damit erspart sich der Spammer den
Ankauf von Adresslisten bei zwielichtigen Adresshändlern, in deren
Listen die Quoten an richtigen, erreichbaren Adressen manchmal nicht
besser sind.
Mit Hilfe eines einfachen iQ.Suite Wall Mailjobs
können Sie diese Art von Spam-Attacken abwehren. Konfigurieren Sie den
Job wie folgt:
1. Basics
- Priorität: Geben Sie dem Job eine recht hohe Priorität. Er sollte in jedem Fall nach der Entschlüsselung und nach dem Virenscan laufen.
- Läuft auf: Ausgewählte Mails
- Unter Bearbeitung der Regeln klicken Sie auf Auswahl und nehmen die Regel InetSender in die Liste der positiven Regeln auf (oberes Fenster).
- Gültig für Absender: Erweitert, Alle in Liste: *@*.*
- Ausnahmen: Hier tragen Sie die SMTP-Domänen von bekannten Firmen ein, bei denen Sie davon ausgehen können, dass es sich um ein Versehen handelt, wenn von dort ein unbekannter Empfänger angeschrieben wird. Beispiel: *@group-technologies.com

2. Operations – Denied Recipients
- Aktion bei Alarm: Mail löschenEmpfänger entfernen
- Kategorie in Quarantäne-Bericht: SPAM
- Liste Empfänger: Alle in Liste: *@IhreDomain.de (Statt "IhreDomain.de" müssen Sie hier die SMTP-Domäne Ihres Unternehmens eintragen, z. B. meinefirma.de.)

3. Misc
- Quarantänekonfiguration: DEFAULT - Quarantine configuration

Alle anderen Einstellungen können Sie so belassen, wie sie im Job per Default eingestellt sind.
Jetzt
können Sie den Job aktivieren und testen: Schreiben Sie von einem
externen SMTP Account (etwa GMX oder web.de) eine E-Mail an jemanden in
Ihrer Firma, den es nicht gibt (z. B. foobar@firma.de). Direkt nach
Eintreffen der E-Mail werden Sie sie in der Quarantänedatenbank unter
der Kategorie SPAM finden. Sie sollten auch eine E-Mail an sich selbst
schreiben, um zu überprüfen, dass diese zugestellt wird.
Warum dieser Job perfekt funktioniert und viele weitere Methoden zur effektiven Spam-Bekämpfung erfahren Sie in unseren Schulungen. Hier geht’s weiter.