E-Mails aus dem Internet sicher erkennen
iQ.Suite Tipps & Tricks für Lotus Notes Domino
Die iQ.Suite liefert zur Erkennung von E-Mails aus dem Internet per
Default eine Adressauswahlregel "InetSender" mit. Inhaltlich wird hier
das "FROM"-Feld der E-Mail auf den Ausdruck *@*.* geprüft. In den
meisten Fällen resultiert dies in einem zuverlässigen Ergebnis. Wird das
"FROM"-Feld jedoch (meist von Spammern) mit falschen Angaben belegt,
kann das Ergebnis völlig falsch ausfallen. Insbesondere dann, wenn
Absendeadressen, die lokal vorhanden sind, verwendet werden.
Beispielsweise werden in der Folge solche E-Mails von Anti-Spam-Jobs
nicht mehr geprüft - diese laufen typischerweise nur für E-Mails, die
von SMTP-Absendern (Auswahlregel InetSender) kommen. Um sicher zu gehen,
dass die E-Mail aus dem Internet kommt, können weitere Felder der
E-Mail ausgewertet werden.
SMTP-Mails unterscheiden sich
gegenüber Notes-Nachrichten unter anderem im Vorhandensein der Felder
"SMTPOriginator" und "Received". Wenn Ihre E-Mails von intern nicht über
SMTP zugestellt werden, können diese Felder mithilfe zweier
Notesformeln zur Identifizierung einer Internetmail genutzt werden:
a)
_NotEmpty:=SMTPOriginator!="";
@if(@iserror(_NotEmpty);@false;_NotEmpty)
b)
!@isNull(Received);
Im Beispiel wollen wir den Spam-Prüfjob nur für E-Mails laufen lassen, die aus dem Internet kommen.
- Erstellen Sie zwei Mail-Formelregeln mit den o. g. Formeln:

- Fügen Sie diese unter dem Punkt "Abhängigkeit von positiven Regeln" in Ihrem Spam-Prüfjob ein. Als logische Verknüpfung wählen Sie "Alle wahr":

Diese
Konfiguration gewährleistet, dass künftig nur noch SMTP-Mails, also
E-Mails, die nicht aus einem Notes-Umfeld kommen, geprüft werden.
SMTP-Mails, die von Absendern auf unserer Whiteliste gesendet werden,
sind von der Prüfung ausgenommen, um False Positives zu vermeiden.
Etwas
aufwändiger gestaltet sich die Konfiguration, wenn man E-Mails, die von
SMTP-Absendern zu kommen scheinen, die es in der eigenen Domäne gibt.
Diese will man nicht nur auf Spam prüfen, sie sind allein schon aufgrund
des Absenders als Spam einzustufen und können ohne weitere Prüfung in
Quarantäne gestellt werden. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass
interne E-Mails in Form von Notesmails versandt werden.
Es gibt
mittlerweile wohl keinen Spammer mehr, der unter seiner echten
Absenderadresse E-Mails versendet. Diese Fakemails oder Spoofingmails
können durch unterschiedliche Maßnahmen als Spam erkannt und gefiltert
werden.
Eines der zentralen Themen beim Aufbau eines
Anti-Spam-Konzeptes in unseren Schulungen und Workshops ist das Filtern
von Spam-E-Mail auf Grund von gefälschten Absenderadressen. Dies ist ein
wichtiger Ansatz bei der Spambekämpfung, da im Anschluss aufwändige
Inhaltsprüfungen unter Umständen nicht mehr nötig sind.